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gusto17 Finalisten
Die Finalisten des Lehrlingskochwettbewerbs stellen sich vor. Amine Tazi: Die Vielfalt und die Kreati­vität des Kochberufs gefallen Amine: «Denn jeder Service ist anders.» Für viele Lehren hat er geschnuppert, bis sich für ihn der Kochberuf herauskristallisierte. Die Lehre im Landhaus Liebefeld sei zwar streng, aber befriedigend, weil die Küche immer wieder neue und hochwertige Produkte verarbeite. Diese baut er auch in sein Menü für den gusto17 ein. Für den Lehrlingskochwettbewerb hat sich Amine eingeschrieben und beworben, weil er ihn als Herausforderung sieht und er dadurch wertvolle Erfahrungen sammeln könne. Hierfür trainiert Amine Tazi an seinen freien Sonn­tagen, dies auch mit grosser Unterstützung seines Ausbildners aus dem Lehrbetrieb. Bettina Marti: Was gibt es Schöneres, als Leuten mit einem feinen Essen eine Freude zu bereiten? Das fragt Bettina, die im Berggasthaus Edelwyss ihrer Eltern im Kanton Glarus schon früh in der Küche stand. Wenn sie nicht der Mutter beim Kochen zuschaute, dann war sie im Stall oder bei der Heuernte mit ihrem Vater. Sie schätzt das Grobe auf dem Hof und das Feine der Pâtisserie. «Das ist nicht widersprüchlich, sondern abwechslungsreich.» Ihre Lehre absolviert Bettina im Hotel-Restaurant Kerenzerberg in Filzbach. Beim gusto17 macht sie mit, weil sie die Herausforderung sucht – und dass sie nun als Kandidatin den ­Final hautnah erleben darf, freut sie umso mehr. Corina Trachsel: Das Verarbeiten von Lebensmitteln hat ihr schon immer Freude bereitet, als Koch kämen noch das Handwerk und die Vielfalt der Arbeit hinzu, sagt Corina Trachsel. Viele Lehren im gestalterischen Bereich habe sie geschnuppert, doch am Ende habe sie sich für die Kochlehre entschieden. Als einzige Finalistin aus einem Gemeinschaftsbetrieb habe sie bei der Durchsicht der Final-Teilnehmenden schon gestaunt. Doch weil ihr Lehrbetrieb, das Wohnheim Riggisberg, auch das Restaurant Brunnen betreibt, lerne sie sowohl grössere Mengen zu kochen als auch den A-la-carte-Bereich. Der gusto-Final sei einerseits eine grosse Herausforderung, andererseits ein gutes Training für die eigene Disziplin, etwas bis zum Schluss durchzuziehen. Ihr Menü ist ähnlich gestrickt: klar und fokussiert auf den Geschmack der Produkte. Jasmin Thalmann: Sie liebt die Gastronomie, und deshalb empfindet Jasmin den Koch als richtige Berufswahl. Als Tochter einer Bäcker-Konditorin in Arosa stand sie schon früh in der Küche. Während der Schulzeit genoss sie Hauswirtschaft von den Chefköchen der ansässigen Hotels und so festigte sich nach und nach die Berufswahl. Im Waldhotel National in Arosa erfährt sie grosse Unterstützung durch ihren Chef und das ganze Team. Aktuell läuft viel: Wintersaison, Vorbereitungen zur Lehrabschluss-Prüfung und gusto-Teilnahme. Mit einer Finalteilnahme am gusto17 hätte Jasmin nie gerechnet. Umso mehr möchte sie die Chance nutzen, um zu zeigen, was sie «drauf habe». «Ich hätte nie erwartet, dass ich es so weit schaffe», sagt die Nachwuchs-Köchin begeistert. «Das spornt mich noch viel mehr an, und deswegen werde ich alles geben – und geniessen.» Julie Hohl: Faszinierend findet Julie, wie viele Leute sich auf einem Teller verwirklichen und ihre Kreativität ausleben können. Ebenso reizt sie am Kochberuf der Nervenkitzel in Stresssituationen. Als Lernende des Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa hat sie die Möglichkeit, vom Bankett-Bereich bis hin zum Fine Dining nahezu alle gastronomischen Bereiche kennenzulernen. Am liebsten arbeitet Julie auf dem Posten des Garde-Manger: nicht so grob wie der Saucier und nicht so exakt wie der Pâtissier. Gerade richtig, und als Garde-Manger hat Julie am meisten Möglichkeiten, Produkte zu vereinen. Am gusto17 macht Julie mit, weil sie sich herausfordern und über den eigenen Horizont hinausblicken möchte. Für ihre Zukunftspläne sei der gusto-Final eine gute Referenz. Léo Turin: Als Koch werde ihm nie langweilig: «Man bleibt sehr aktiv, und die Möglichkeiten sind riesig», sieht Léo die Vorteile des Kochberufs. Seine Lehre macht Léo im Café du Théâtre in Monthey im Wallis. Auf den Kochberuf kam er in einem Zwischenjahr, das er im thurgauischen Mammern am Untersee in einem Restaurant absolvierte. Dort lernte er nicht nur Deutsch, sondern kam auch auf den Geschmack. Und diesen möchte er nun bei allen Produkten herauskitzeln. Auf dem Posten des Entremetiers sei dies am besten möglich, allein die reichhaltige Auswahl an frischen Lebensmitteln setze viel Lebhaftigkeit und Organisation voraus. Das möchte er auch beim gusto17-Final beweisen: «Wenn ich etwas unternehme, dann verfolge ich mein Ziel bis zum Schluss.» Der gusto17 biete zudem die Möglichkeit, sich selbst zu übertreffen. Noah Rechsteiner: Kochen sei nicht nur ein Beruf: «Es ist meine Berufung, die ich gefunden habe.» Diese Worte stammen von Noah Rechsteiner. Geschnuppert hat er im Hotel Widder in Zürich während des Sechseläutens: «Ich bewunderte die grosse Küche. Jeder der zahlreichen Köche wusste ganz genau, was er zu tun hatte.» Noah wollte einst einen Beruf mit Tieren lernen, und hat vielleicht deshalb einen grossen Respekt vor dem Produkt. In seiner Küche erhält jedes Produkt eine Chance, um durch seinen Geschmack zu überzeugen. In seinem gusto17-Menü arbeitet er beispielsweise mit Torf. Den gusto17-Final möchte Noah nutzen, um Kontakte in die Branche herzustellen und als Sprungbrett für seine Zukunft. Als Koch will er nach der Lehre die Welt bereisen, jeden Tag etwas Neues lernen und allenfalls selbständig werden. Romeo Staub: Kochen sei etwas Wunderschönes. «Aber noch viel schöner ist, was man mit dem Kochen auslösen kann», ist Romeo überzeugt. Seine Arbeit setzt er ins Zentrum seines Wirkens. Sein Lehrbetrieb Restaurant Schloss Oberhofen hilft ihm hierbei, «täglich den Gast in den Mittelpunkt zu stellen». In seinem jugendlichen Alter sieht Romeo seine Zukunft bereits relativ klar: Als künftig selbständiger Restaurantbesitzer möchte er rasch seine Interessen nach sehr naturalistischem und purem Essen nachgehen. Der gusto17 ist hier eine sehr gute Chance, in die Branche einzutauchen, Erfahrungen zu sammeln und Menschen kennenzulernen, die seine Leidenschaft teilen. Loris Brunner: Seit er klar denken könne, wollte Loris Koch werden. Seiner Mutter und Grossmutter schaute er beim Kochen zu. Die Vielfalt und die Kreativität des Kochberufs haben es ihm angetan. Schon frühere gusto-­Finalisten entstammen der Küche seines Lehrbetriebes, dem Gasthof Löwen in Bubikon. Deshalb wurde Loris schon vor seiner Koch- Lehre auf den Lehrlingskochwettbewerb aufmerksam und wollte später sicher einmal daran teilnehmen. Nun hat er es geschafft, dank viel Vorbereitung, Probieren und Engagement. Jetzt ist Loris am Trainieren, um am gusto17-Final die anwesenden Köche zu überzeugen und Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.