Ein Kompromiss, der niemanden freut

Auf dem Uetliberg in Zürich soll endlich Ruhe einkehren: Während knapp zwölf Jahren stritt sich der Gastronom Giusep Fry mit Naturschützern über den Betrieb seines Hotels Uto Kulm, das auf dem Gipfel des Uetlibergs steht. Nun hat Fry seinen Widerstand aber aufgegeben und einem Gestaltungsplan der Zürcher Baudirektion zugesagt, der quasi einen Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessen darstellt.

Weder Fry noch die Gegenpartei sind mit der Lösung ganz zufrieden, aber sie hätten sich damit auf «den grössten gemeinsamen Nenner» geeinigt. Künftig wird Fry auf die nächtliche Beleuchtung seines Hotels verzichten müssen, einzig Lichter zur Sicherheit sind erlaubt. Ausserdem werden die Helikopterflüge verboten, die Autofahrten auf höchstens 4000 im Jahr beschränkt und maximale Schallwerte für Veranstaltungen festgelegt. Uto-Kulm-Besitzer Fry fühlt sich durch den Plan in seinen Eigentumsrechten stark eingeschränkt, werde aber dennoch nicht dagegen rekurrieren.