Angebote und Nachfragen miteinander verbinden

Im Zuge der Globalisierung und Vernetzung sprach der abtretende Freiburger Destinationsmanager Thomas Steiner letztes Jahr in GastroJournal vom «Ende des Destinationsmarketings»: Die geografischen Begrenzungen würden zerstört, aber gleichzeitig die Orte neu positioniert – «als Inhalt für persönliche Geschichten». Das gelte es zu pflegen, sagte Steiner. «Der Ort muss interpretiert und erklärt werden, damit er als symbolischer Geschichtenhintergrund wahrgenommen werden kann.»

Die Freiburger reden nicht nur darüber, wie epochal sich die Tourismusvermarktung ändert, sondern sie handeln auch entsprechend: So hat die Crew um den neuen Direktor Pierre-Alain Morard letzte Woche die Plattform «dzin.ch» vorgestellt, die Angebote und Nachfrage faszinierend miteinander verbindet.

Konkret können sich alle Interessierten mit buchbaren Angeboten auf der Plattform präsentieren: «Das Natur- und Kulturerbe des Kantons ist nur noch ein Mausklick entfernt», sagt Morard. Zwei zentrale Forderungen von zeitgemässer Tourismusvermarktung sind damit erfüllt: zum einen die Erlebnisorientierung, zum anderen die Verknüpfung jeglicher Angebote und Nachfragen – sie war früher aus technischen und finanziellen Gründen unmöglich, ist aber inzwischen von Airbnb über Tripadvisor bis zu Ebay ein gängiges Geschäftsmodell.

In Freiburg sind bei der Lancierung etwa 80 Angebote am Start. Als Handicap erweisen könnten sich die recht hohen Provisions- und Reservationsgebühren, aber auch mangelnde Marktdurchdringung und Akzeptanz. An der längerfristigen Sinnhaftigkeit indes besteht kein Zweifel – und wenn es nur darum geht, die Anbieter vor Ort sichtbar zu machen und zu vernetzen.

 

 

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