App-solut effiziente Prozesse

Das Smartphone ist im Alltag unserer Gäste allgegenwärtig: Dank ihm können sie von überall einen Tisch im Restaurant reservieren, sich ein Taxi für die Heimfahrt bestellen und während dieser Zeit auch noch eine Online-Bewertung schreiben. Möglich machen es Apps: Programme, die auf das Handy geladen werden und eine bestimmte Funktion erfüllen. Für das Gastgewerbe gibt es inzwischen eine ganze Bandbreite an Apps: für die Reservation, für die Bestellung, für die Bezahlung, ja sogar um die Personalplanung und den Wareneinkauf zu erleichtern.

Wie nützlich diese kleinen Helfer sind, kommt ganz auf die Art und Grösse des Betriebs an. Restaurants und Take-aways, die mehrere Standorte haben und sich an einer Hochfrequenzlage befinden, können von Bestell-Apps durchaus profitieren. So bietet beispielsweise «Caffè Spettacolo» die Möglichkeit an, den Kaffee per App vorzubestellen und zeitgenau in der ausgewählten Filiale abzuholen. Das funktioniere gut und werde vor allem an Bahnhöfen benutzt, erzählte die Verkaufsleiterin Franziska Kaiser kürzlich an der Kaffeetagung des Verbands Cafetier Suisse: Die Gäste müssten nicht mehr Schlange stehen und der Kaffee sei bereits per App bargeldlos vorbezahlt.

Ein ähnliches System wird McDonald’s Schweiz in den nächsten Jahren einführen. Das Gastro-Unternehmen bietet jetzt schon eine App an, die aber hauptsächlich über Aktionen und die nächstgelegenen Restaurants informiert. Ziel des neuen Angebots mit Vorbestellung und -bezahlung ist es gemäss Managing Director Jacques Mignault, dem Gast mehr Flexibilität bei der Bestellung zu bieten und ihm somit Zeit zu ersparen – denn davon hätten die Konsumenten heute grundsätzlich weniger.

Fest steht, dass die Digitalisierung auch im Gastgewerbe auf dem Vormarsch ist. Gastronomen müssen sich daher überlegen, ob und inwiefern sie mitziehen möchten. Denn der Gast von heute ist mobiler geworden, er möchte sich jederzeit und überall informieren oder eine Bestellung aufgeben können – zum Beispiel vom Büro aus oder auf dem Weg zum Restaurant. Für Gastro-­Unternehmer sind Apps daher eine Chance, um Ertrag und Effizienz zu steigern. Gleichzeitig müssen sie sich der Aufwände bewusst sein: Die monatlichen Kosten einer App richten sich nach den enthaltenen Funktionen und können von gratis bis zu mehreren hundert Franken reichen. Ausserdem müssen die Inhalte regelmässig aktualisiert werden.

Wer lieber bei den altbewährten Bestellmethoden bleibt, kann sich aber die Teilnahme bei Apps wie «Too good to go» überlegen: Diese ermöglichen es, übrig gebliebene Speisen am Abend vergünstigt zu verkaufen. Dadurch kann etwas mehr Umsatz gemacht und erst noch Food Waste vermieden werden.

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