Auf dem Handy den Besten zuschauen

«Fisch ist ein sehr spannendes und komplexes Thema», sagt Rolf Fliegauf, Zweisternekoch in den Ecco-Restaurants in Ascona und St. Moritz. «Ich möchte euch heute zeigen, wie man mit Fisch umgeht und dessen Frische erkennt.» Er deutet auf die klaren Augen und die roten Kiemen, macht eine Druckprobe. «Ich zeige ein paar Tricks und Kniffe, die man heute nicht in jedem Restaurant findet. Es sind Dinge, mit denen man sicher mal seinen Chef beeindrucken kann.»

Fliegaufs Fisch-Masterclass ist die erste auf der App Gronda. Bis anhin kennt man diese als Netzwerkportal und Jobbörse für die Gastronomie und Hotellerie. 2015 als Start-up in Österreich gegründet, sind es mittlerweile 250'000 Köche, Restaurateure und Hotel-Mitarbeiter in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Italien, Luxemburg und Liechtenstein, die von der App Gebrauch machen.

Gut investiertes Geld
Die neuste Funktion der App, die auf jedes Smartphone gratis heruntergeladen werden kann, ist die Masterclass. Sie jedoch gehört zu den kostenpflichtigen Funktionen. Jedoch dürfte wohl jeder Nutzer spätestens nach Ansicht der Masterclass einsehen: Diese 65 Franken Jahresgebühr sind gut investiertes Geld.

Als Erstes filetiert Fliegauf einen Lachs: «Er kommt aus Lostallo GR, Nachhaltigkeit ist uns wichtig.» Er hebt die Flosse an, setzt zum ersten Schnitt an. Wie beizt man einen Lachs und warum ist das überhaupt sinnvoll? Aus welchen Stücken wagt man sich an ein Ceviche?

Eine Masterclass pro Monat
In weiteren Kurzepisoden widmet sich Fliegauf dem Steinbutt, dann der Seezunge. Das Zubereiten von Seezungenkoteletts macht es deutlich: Mit guten Produkten und wenigen Handgriffen hebt man sich recht einfach vom Durchschnitt ab. «Wir durften bereits vorher mit Rolf zusammenarbeiten und wir wussten direkt, dass er ein geeigneter Kandidat ist, weil er sich vor der Kamera sehr gut präsentieren kann (was wirklich nicht sehr einfach ist) und er gleichzeitig ein sehr guter Lehrer ist», sagt Marie Klotz, Content Managerin bei Gronda. «Rolf besitzt ein sehr umfangreiches Wissen in der Küche und teilt dieses mit einer begeisternden Leidenschaft.»

Die Masterclass verzeichnet bereits mehr als 60'000 Klicks, die Rückmeldungen seien durchwegs positiv. Ziel sei es, eine Masterclass pro Monat zu veröffentlichen. Namen verrät Klotz fast keine. «Aber es geht definitiv mit spannenden Inhalten weiter und es werden Themen wie zum Beispiel Kaffee dabei sein, bei denen nicht nur Köche etwas Neues von der Barista-Weltmeisterin Agnieszka Rojewska lernen können.»

Köche können sich melden
Auch Fliegauf freut sich über die gelungene Produktion. «So etwas schwebte mir schon länger im Kopf, es wird nicht bei diesem einen Mal bleiben.» Pro Masterclass-Klick, der über sein Profil getätigt wird, erhält der Ecco-Chef einen vertraglich vereinbarten Betrag von Gronda.

Köche, die wie Fliegauf ihr Wissen gerne via Gronda teilen möchten, können sich via info(at)gronda.eu melden. Klotz erklärt: «Wir sehen uns dann gemeinsam an, was für spannende Inhalte wir mit ihnen produzieren können. Für die ersten Masterclasses haben wir uns geeignete Kandidaten ausgesucht und sie kontaktiert.»

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