Bruderstreit

Die unendliche Geschichte des Toggenburger Bergbahnenstreits geht weiter. Wiedereinmal publiziert eine Toggenburger Bergbahn ein Angebot für die feindliche Übernahme der Konkurrenz, wie schon vor knapp einem Jahrzehnt. Touristiker, Hoteliers, die Region und selbst der Kanton St. Gallen sehen ein weiteres Mal tatenlos zu. Während andere kooperieren, fusionieren und integrieren, streiten sich die Toggenburger über die Brosamen, die die Grossen vom Tisch des umkämpften Wintermarktes runterfallen lassen.

Das Angebot der Toggenburg Bergbahnen AG für die Aktien der konkurrierenden Berg­bahnen Wildhaus AG ist äusserst tief und mit ebenso tiefen Erfolgsaussichten. Zudem vinkulieren die Wildhauser ihre Aktien, sodass die Stimmkraft nicht nur an der Aktienzahl hängt. Was also ist das Ziel? Vorderhand bleibt es unklar. Sicher ist die Aktion störend für den 15-Millionen-Franken-Bau der Sesselbahn Oberdorf-Freienalp, den die Bergbahnen Wildhaus planen und wofür sie aktuell Geld sammeln.

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