Die Stadtberner machen touristisch Tempo

In der Stadt Bern arbeiten Gastronomie und Hotellerie seit Jahr und Tag eng zusammen: Die Geschäftsstelle um Melitta Kronig ist eine gemeinsame Angelegenheit, und die Kooperation wie auch die Kontinuität scheint nicht nur operativ, sondern auch strategisch Früchte zu tragen.

Wie sich am Tag der Berner Hotellerie und Gastronomie letzte Woche eindrücklich zeigte, ballt sich sozusagen rund um die gastgewerbliche Allianz ein veritables Berner Kraftpaket. Formaler Ausdruck davon ist die radikale Neuorganisation der Tourismusorganisation unter der Affiche «Bern Welcome», erleichtert durch den Generationenwechsel von Markus Lergier zu Martin Bachofner (GJ hat verschiedentlich berichtet): «‹Bern Welcome› umfasst drei Massnahmen», erläuterte Marcel Brülhart, Präsident der neuen Organisation und als Mastermind bekannt seit seinem Engagement für die Fussballeuro 2008. «Zum einen ziehen alle Trägerorganisationen örtlich an die Amtshausstrasse unter ein Dach. Zum zweiten gründen wir die Veranstaltungs- und Kongressgesellschaft Bern Meetings & Events. Und zum dritten wandeln wir den Verein Bern Tourismus in eine Aktiengesellschaft um.»

Mit diesen strukturellen Massnahmen, womöglich Zwischenschritt auf dem Weg zu einer integrierten Standortförderung mit touristischem Antrieb, ist es aber nicht getan: «Bern Welcome» macht auch hinsichtlich einer belebten und gastfreundlichen Stadt vorwärts: So ist eine App in Entwicklung. Sie soll mit den ÖV-Tickets für Übernachtungsgäste gekoppelt werden und als Plattform dienen, auf der alles Wissenswerte zu finden ist und sich Anbieter aktiv präsentieren können.

Zu finden sein dürfte dort dereinst eine neue, erfolgversprechende Komponente des Berner Kraftpaketes: Das UNESCO-Weltkulturerbe will sich als Weihnachtsdestination positionieren – sinnige Affiche: «WinterzauBERN».

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