Ein Museumsgasthof steigt aus der Asche

Genau zwei Jahre ist es her, dass der Gasthof zur Sonne in Grosshöchstetten aufgrund eines technischen Defekts niederbrannte (vgl. GJ08/2016). Für den Gastgeber Heinz Stucki war dies eine Tragödie, da er seit über 20 Jahren in dem Biedermeier-Haus wirtete. Nun hat er neuen Mut gefasst und beschäftigt sich intensiv mit dem Wiederaufbau des Gasthofs: «Der Dachstock ist neu gemacht, doch beim Innenausbau hapert es noch», erzählt er. Um trotz dem Ausfall der Wirtetätigkeit ein Einkommen zu haben, arbeitet er als Koch in Sportlagern, gibt Bankette und hat in seinem Wohnhaus eine Wohn­gemeinschaft gegründet. «Ich träume schon seit Jahren davon, eines Tages ein nationales Gastronomiemuseum zu eröffnen», verrät Stucki, der über eine grosse Sammlung antiker Kulturgüter verfügt. Die aktuellen Umstände hätten ihn dazu verleitet, diesen Plan nun in die Tat umzusetzen: «Wir nutzen den Wiederaufbau der Sonne, um aus ihr ein Museum zu machen.»

Für diesen Zweck möchte Stucki zusammen mit dem Verein «Freunde der Sonne» eine Stiftung errichten. «Uns schwebt im Erdgeschoss der Sonne ein lebendiges Gasthaus vor, in dem – wie schon vor dem Brand – auf Feuer gekocht wird.» Im ersten Stock werde das Museum entstehen und im Dachstock ein Multifunktionsraum für Events. Im Fasskeller wiederum sei ein Weinkundemuseum geplant. Dafür sucht der Verein nach Unterstützung von Gönnern – denn für die Umsetzung des Grossprojekts sind noch 1,5 Millionen Franken nötig.

www.sonnegrosshoechstetten.ch

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