Konzept im alpinen Raum mit Vorbild-Charakter

«Das Projekt Albergo Corippo steht exemplarisch für die Zukunfts­trends in der Hotellerie: Authentizität, Regionalität und ein ganzheitlicher Ansatz bei der Vermarktung einer Destination», würdigte GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer das Konzept der Fondazione Corippo. Diese konnte sich mit ihrem ­Hotel-Projekt gegen mehr als 20 eingereichte Projekte sowie drei weitere Nominierte (siehe GJ23) durchsetzen und im Rahmen des Hotel Innovations-Tages im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern den Hotel Innovations-Award entgegennehmen. Weiter erhielt die Fondazione Corippo als Preis ein individuelles Coaching im Wert von 15 000 Franken von Spezialisten im Bereich Betriebswirtschaft, Marketing und Kommunikation.

Bereits zum zweiten Mal konnte sich GastroSuisse gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit auf die Suche nach dem innovativsten Hotel-Konzept begeben – und wurde wiederum fündig. Nach dem «Weinhaus am Bach» von Silvana und Albi von Felten vom Landhotel Hirschen in Erlinsbach, folgt nun das Hotel-Projekt Albergo Corippo – hinter dem Konzept stehen namentlich Fabio Giacomazzi, Marco Molinari, Edy Quaglia, Markus Baumann sowie das gesamte Team der Stiftung Corippo. Ihr Konzept zeichnet sich durch den übergeordneten Ansatz des nachhaltigen Nischentourismus aus, welcher sozio­ökonomische, landwirtschaftliche, touristische und gastronomische Aspekte vereint. Zudem dient das Hotel-Projekt der (Wieder)-Belebung und Vermarktung des ganzen Ortes Corippo, der mit 14 Einwohnern die kleinste politische Gemeinde der Schweiz ist. Um dieses Ziel zu erreichen, entsteht in einer ersten Bauetappe ein sogenanntes «Albergo Diffuso» mit 10 im ganzen Dorf verteilten Zimmern. Die Zimmer sollen modern und gehoben, jedoch einfach gehalten sein nach dem Motto «maximal einfach». Hinzu kommen eine Osteria mit 90 Sitzplätzen sowie weitere Räumlichkeiten. Geht alles nach Plan, so soll der Betrieb ab Frühjahr 2018 den Gästen das Erlebnis eines authentischen Tessiner Dorfes bieten.

Die siebenköpfige Jury, die dieses Projekt zum Sieger gekürt hat, ist einhellig der Meinung, dass dieses vollumfängliche Konzept, basierend auf einem Resort-Gedanken, besonders innovativ ist. Denn es geht stark auf die heutigen Trends Entschleunigung, «Back to Nature», Regionalität, Herkunft sowie traditionelles Handwerk ein. Zudem ist die Jury überzeugt, dass dieses Modell einer Streusiedlung zur Wiederbelebung des Tourismus Modell-Charakter besitzt, welches auf Dörfer mit ähnlichen Herausforderungen abfärben könnte.

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