Mehr Zeit und Transparenz erwünscht

Wer im Gastgewerbe arbeitet, steht häufig unter Zeitdruck: Das Optimieren der Arbeitsprozesse ist daher an der Tagesordnung. Mobile Apps können diesbezüglich eine grosse Hilfe sein. Einmal auf das Smartphone geladen, fungieren sie nicht nur als Checkliste, sondern können auch administrative oder marketingtechnische Funktionen übernehmen.

Inzwischen existiert ein riesiges Angebot an Apps, welche zunehmend auch das Gastgewerbe betreffen. Ein bekanntes und zudem Schweizerisches Beispiel ist «Bring»: Mit dieser kostenlosen Einkaufs-App kann der Küchenchef übersicht­liche Einkaufslisten erstellen, die von mehreren Personen bearbeitet werden können. Sobald jemand einkaufen geht, werden die Kollegen informiert und können letzte Än­derungen vornehmen. Danach reicht ein Klick auf das Produkt, damit es von der Liste verschwindet – somit erkennt der Käufer schnell, welche Artikel noch fehlen.

Auch für das Hygienemanagement gibt es passende Apps: Ein Beispiel ist «Flowtify», mit der Gastronomen HACCP-Checklisten anlegen können. Sobald die Mitarbeitenden eine Aufgabe erledigt haben, wird diese entsprechend markiert. Somit vereinfacht sich die Kontrolle, und der administrative Aufwand sinkt.

Der Zeitfaktor ist im Gastgewerbe nicht zu unterschätzen, unter anderem was die Pflege der sozialen Medien angeht. Um Zeit zu sparen, können Gastronomen mit der App «Hootsuite» gleichzeitig auf mehreren Kanälen (Facebook, Twitter, Instagram etc.) einen Beitrag posten. Dabei sparen sie sich die Mühe, jeden Kanal einzeln zu öffnen, da sie alles von der gleichen Benutzeroberfläche erledigen können.

Diese und ähnliche Apps können im Google Play Store (für Android-­Betriebssystem) oder iTunes Store (für iOS) heruntergeladen werden. Doch aufgepasst: Es lohnt sich, die App-Beschreibung vorgängig durchzulesen und sich über den Preis und die Grösse der App zu informieren – nicht, dass plötzlich kein Speicherplatz mehr frei ist. ­Zudem lohnt es sich, punkto Apps auf dem Laufenden zu bleiben: Bald soll beispielsweise die Schweizer App «Meatstory» erscheinen, die zurzeit noch in Bearbeitung ist. Sie will es ermöglichen, Fleisch bis zum Ursprungshof zurückzuverfolgen. Ein Vorteil für Gastronomen ist, dass sie mit der App bewusster einkaufen und die Deklaration «Schweizer Fleisch» belegen können. An einem ähnlichen Unterfangen arbeitet auch Proviande, die 2018 ein DNA-Rückverfolgbarkeitssystem einführen wird.

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